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„Explosionsschutz ist teuer!“ – Zugegeben: Angesichts der gegenüber Brandereignissen deutlich geringeren Eintrittswahrscheinlichkeit von Explosionsereignissen ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit oft kostenintensiver Investitionen in adäquate Explosionsschutzmaßnahmen nachvollziehbar. Ungeachtet der jedoch ohnehin überflüssigen - da rechtlich geforderten - Diskussion um Sinn oder Unsinn des Explosionsschutzes, relativiert sich die einleitende Zustimmung der Verfasser insbesondere im Hinblick auf die oftmals katastrophalen Ausmaße derartiger Ereignisse. Interessanter ist in dem Zusammenhang jedoch vielmehr die Frage, was unter „adäquaten“ Explosionsschutzmaßnahmen zu verstehen ist? Der vorliegende Beitrag soll dieser Frage anhand von Praxisbeispielen aus dem Bereich staubführender Anlagen nachgehen.

Gemäß TRGS 720 / TRBS 2152 „Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre“ hat der Arbeitgeber im Rahmen seiner Verpflichtungen nach dem Arbeitsschutzgesetz (einschließlich der Gefahrstoffverordnung und der Betriebssicherheitsverordnung) die Gefährdung seiner Beschäftigten zu ermitteln, bewerten und die notwendigen Schutzmaßnahmen abzuleiten. Hiernach hat er in den ersten Schritten seiner Gefährdungsbeurteilung zu prüfen, ob brennbare Stoffe vorhanden sind und mit der Bildung explosionsfähiger Atmosphären in gefahrdrohenden Mengen zu rechnen ist.

Vorbeugender versus konstruktiver Explosionsschutz

Gleichwohl der Gesetzgeber explizit Maßnahmen zur Vermeidung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphären durch Ersatzstoffe sicherheitstechnischen Vorrang gibt, weiß der versierte Leser um die Praxisrelevanz dieser bevorzugten Schutzmaßnahme. Ein Bäcker benötigt nun einmal Mehl und Zucker zum Backen, ein Kraftwerk verbrennt Kohle und in einem Spanplattenwerk fallen naturgemäß Holzstäube an. Alle diese Stoffe sind  in der Lage, staubexplosionsfähige Atmosphären zu bilden. Explosionsgefahr ist damit in allen o. g.  Beispielen grundsätzlich gegeben.

Kann also gefährliche explosionsfähige Atmosphäre nicht sicher verhindert werden, hat der Arbeitgeber die Wahrscheinlichkeit und Dauer des Auftretens gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre sowie die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins oder der Entstehung wirksamer Zündquellen zu beurteilen. Dieser Beurteilungsschritt ist in der Praxis gemeinhin als „Zoneneinteilung“ bekannt (siehe Tabelle 1).

Was bei der Implementierung von Explosionsschutzmaßnahmen an staubführenden Anlagen, wie zum Beispiel einer Entstaubungsanlage, jedoch häufig vergessen wird ist, dass die Einteilung explosionsgefährdeter Bereiche in Zonen nach TRGS 720 (1) 7. letztlich jedoch nur dem  s. g. Zündschutz geschuldet ist.

Exkurs: Risikobasierter, probabilistischer Ansatz

Grundsätzlich sollen die zu treffenden Zündschutzmaßnahmen Zündquellen unwirksam machen bzw. die Wahrscheinlichkeit des Wirksamwerdens verringern. Der Umfang der Explosionsschutzmaßnahmen richtet sich somit nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre (Zone). Dieses probabilistische Konzept basiert auf der vergleichenden Beurteilung des allgemein akzeptierten Restrisikos (RREx), das sich aus einer Kombination des Schadensausmaßes (AS) und der Eintrittswahrscheinlichkeit (PEx) einer Explosion ergibt:

RREx = AS x PEx

Im Fall einer Explosion ist grundsätzlich mit einem nicht akzeptierten Schadensausmaß zu rechnen. Unter der Berücksichtigung, dass die Wahrscheinlichkeit einer Explosion durch die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre (Pg.e.A) und der Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer (der gemäß EN 1127 dreizehn) wirksamen Zündquelle(n) (Pw.Z.) gekennzeichnet ist,

PEx = Pg.e.A. x ∑ Pw.Z.

ergibt sich daher die zentrale Forderung:

RREx ~ Pg.e.A. x ∑ Pw.Z. = const.

In der Praxis des Explosionsschutzes werden daher explosionsgefährdete Bereiche bei der Anwendung der Schutzmaßnahme „Vermeiden von Zündquellen“ einzig aus diesen voran genannten Zusammenhängen in Zonen eingeteilt, um Zündquellen wie folgt zu vermeiden:

  In Zone 2 und 22: Zündquellen, die ständig oder häufig auftreten können.

  In Zone 1 und 21: Neben den für Zone 2 bzw. 22 genannten Zündquellen auch Zündquellen, die gelegentlich auftreten können, z. B. bei vorhersehbaren Störungen eines Arbeitsmittels.

In Zone 0 und 20: Neben den für Zone 1 bzw. 21 genannten Zündquellen auch Zündquellen, die selten auftreten können.

Dies unterstreicht im Umkehrschluss, dass die Zoneneinteilung im Falle der Anwendung konstruktiver Explosionsschutzmaßnahmen, die die Auswirkungen einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken, völlig unerheblich ist. Die Auswirkungen einer Explosion in Zone 20 sind schließlich nicht mehr oder minder gefährlich als die in Zone 22.

In der Praxis wären für das v. g. Beispiel eines Entstaubungsfilters, der mit einer flammenlosen Druckentlastung und einer explosionstechnischen Entkoppelung konstruktiv geschützt ist, demnach lediglich Maßnahmen zur Zündquellenvermeidung, nicht aber Zündquellenverhinderung obligatorisch. Im Rohgasbereich des Filters, der üblicherweise als explosionsgefährdeter Bereiche der Zone 20 eingeteilt wird, könnte also theoretisch eine Zellenradschleuse der Gerätekategorie 3D eingesetzt werden, sofern auch diese druckstoßfest und flammendurchschlagsicher geprüft und zugelassen wäre. (Anmerkung der Verfasser: Höchstwahrscheinlich handelt es sich in den meisten Fälle ohnehin um baugleiche Geräte, die dann lediglich mit einer anderen Kennzeichnung in Verkehr gebracht werden).

Der Blick in die Praxis konstruktiv geschützter Anlagen zeigt jedoch, dass trotz Vorhandenseins auswirkungsbegrenzender Maßnahmen stets auch alle (möglichen) Register zur Zündquellenvermeidung gezogen werden.

Überspitzt gesagt wird also beispielsweise selbst bei Filteranlagen, bei denen oftmals nicht zuletzt der (vergleichsweise höher wahrscheinliche) Eintrag externer Zündquellen Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes erfordert, jedes noch so kleine Bauteil in explosionsgeschützter Bauart eingekauft und verbaut, obwohl die Berstscheibe am Gehäuse montiert ist und damit bereits den gesetzlichen Schutz bietet. Im Hinblick auf die vergleichsweise geringere Zündwahrscheinlichkeit innerhalb ihrer Entwurfsparameter arbeitender Geräte (vgl. z. B. EN 13463-1 Einleitung) werden derartige „Konzepte“ ad absurdum geführt. So bewarb beispielsweise ein Hersteller jüngst seine Siloaustragsschnecken der Gerätekategorie 1D als Alleinstellungsmerkmal, gleichwohl die meisten Silos heutzutage ohnehin mittels Berstscheiben druckentlastet werden. Wen verwundert es also, wenn angesichts derartig in die Höhe getriebener Investitionen die einleitende Kosten-Nutzen-Frage des Explosionsschutzes auf den Tisch kommt?

Es steht völlig außer Frage, dass letztlich nur ein „adäquater“ Mix vorbeugender und konstruktiver Schutzmaßnahmen zu einem in sich widerspruchsfreien Explosionsschutzkonzept führen kann. Die „Freiheit“ der Gestaltungen genau dieses „adäquaten“ Explosionsschutz-Mixes ist nach Lesart des Verfasser in der TRGS 720 / TRBS 2152 gemeint, wenn der Gesetzgeber von „geeigneten Kombinationen vorbeugender und konstruktiver Maßnahmen nach sachkundigem Ermessen“ spricht. Unterstützt wird diese Auslegung auch bei genauerer Interpretation der europäischen Richtlinien 94/9/EG (ATEX 114) und 1999/92/EG (ATEX 153). Demnach sind alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass der Arbeitsplatz, die Arbeitsmittel und die dazugehörigen Verbindungsvorrichtungen so konstruiert, errichtet, zusammengebaut, installiert, gewartet und betrieben werden, dass das Explosionsrisiko so gering wie möglich gehalten wird:

Werden nämlich im Hinblick auf Gleichung 1 die Auswirkungen einer Explosion mittels konstruktivem Explosionsschutz auf ein unbedenkliches Maß beschränkt, ergibt sich unter Beizug des in der betrieblichen Praxis bewährten und in der Fachwelt anerkannten Risikoprofilrasters der VDI-Richtlinienreihe 2263 „Staubbrände und Staubexplosionen: Gefahren, Beurteilung, Schutzmaßnahmen“ nahezu unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit ein akzeptables Restrisiko.

Was der konstruktive Explosionsschutz vom vorbeugenden Explosionsschutz lernen kann

Gleichwohl eine Explosion grundsätzlich in allen „Zonen“ zu katastrophalen Auswirkungen und Todesfällen führen kann soll, analog zum vorbeugenden Explosionsschutz, in dem sich der Umfang der Schutzmaßnahmen wie beschrieben nach der „Wahrscheinlichkeit“ (Häufigkeit und Dauer) des Auftretens gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre richtet, abschließend auch für den konstruktiven Explosionsschutz die Frage nach dem Erfordernis eines risikoorientierten Ansatzes aufgeworfen werden. Das Beispiel einer (eigentlich) mittels Explosionsunterdrückung geschützten Anlage, deren Schutzsystem jedoch zum Zeitpunkt der Explosion deaktiviert war, verdeutlicht - wenn auch nur im Ansatz - die Notwendigkeit einer solchen Zuverlässigkeitsbetrachtung.

Es wird in dem Zusammenhang deutlich, dass eine risikoorientierte Kategorisierung des konstruktiven Explosionsschutzes folglich auch im Hinblick auf die „Wahrscheinlichkeit“ (Häufigkeit und Dauer) des Auftretens von wirksamen Zündquellen erfolgen müsste. Im Vergleich zum vorbeugenden Explosionsschutz, bei dem eine Explosion grundsätzlich nicht zugelassen wird, müsste ferner eine auswirkungsbezogene Kategorisierung erfolgen, die das zu erwartende Schadensausmaß berücksichtigt..

Ein erster Ansatz wird hierzu bereits durch die TRGS 721 / TRBS 2152-1 gegeben, wonach die zu ergreifenden Maßnahmen in „Bereichen mit das übliche Maß überschreitenden Explosionsauswirkungen“ in Umfang und Art zu berücksichtigen sind.

In Bereichen, in denen also beispielsweise Versammlungsstätten, Wege mit dichtem Verkehr, Wohnungen und größere Büroräume im gefährdeten Bereich liegen sollten also z. B. nur nicht manipulier- oder deaktivierbare, zugelassene Schutzsysteme zum Einsatz kommen dürfen. Betreiber sollten ferner gerade bei passiven Schutzsystemen, die in der Regel nicht durch den Hersteller installiert und geprüft werden, die Einhaltung der Prüferfordernisse gem. §§ 14 und 15 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A Ziffer 3.8 BetrSichV berücksichtigen.

Aufgrund der Erfahrung der Verfasser in der einschlägigen Fachgremientätigkeit dürfte die Erarbeitung, Abstimmung und Validierung geeigneter Beurteilungsmaßstäbe im Expertenkreise einen erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand erfordern. Aus diesem Grund wurde daher davon abgesehen, hier näher auf derartige Beurteilungsmaßstäbe zur Kategorisierung konstruktiver Schutzmaßnahmen, respektive autonomer Schutzsysteme einzugehen.

Fazit

In dem Artikel konnten die Zusammenhänge des vorbeugenden und des konstruktiven Explosionsschutzes anschaulich, transparent und im Hinblick auf die deutsche und europäische Rechtslage dargelegt werden. Es wurde nachvollziehbar verdeutlicht, dass ein adäquates Explosionsschutzkonzept, das sich vorrangig auf die Anwendung konstruktiver Maßnahmen (einfachstes Beispiel: Explosionsdruckentlastung in Verbindung mit einer explosionstechnischen Entkoppelung) stützt, den Verzicht auf zusätzliche, in Summe kostenintensiv erscheinender Maßnahmen zulässt. Können Zündquellen in explosionsgefährdeten Anlagen in der betrieblichen Praxis nicht hinreichend sicher vermieden werden, kann folglich eine sicherheitstechnisch wie ökonomisch sinnige Kombinationen vorbeugender und konstruktiver Maßnahmen nach sachkundigem Ermessen Anwendung finden. Dabei obliegt letztlich dem Betreiber, den Umfang vorbeugender, rein eintrittswahrscheinlichkeitsreduzierender Schutzmaßnahmen den eigenen Anforderungen an Ertragssicherheit und störungsfreier Wertschöpfung anzupassen. 

Brilon. 40-jährige Erfolgsgeschichte, 2 Millionen Euro für neue Investitionen: Die Geschäfte laufen bestens für REMBE®. Diese guten Nachrichten sind längst bis ins Wirtschaftsministerium vorgedrungen – also kam der NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin höchstpersönlich in Brilon vorbei, um zum Firmenjubiläum zu gratulieren.

Vor Ort begrüßte REMBE®-Geschäftsführer Stefan Penno am 27.08.2013 den Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen. Garrelt Duin (SPD), seit 2012 im Amt, besuchte den REMBE®-Firmensitz in Brilon gemeinsam mit Brilons Bürgermeister Franz Schrewe (SPD) und weiteren SPD-Fraktionsmitgliedern. Im Gespräch mit Stefan Penno und der REMBE®-Belegschaft ließ sich der Minister nicht nur die Produktionsstätten zeigen, sondern interessierte sich auch für technische Details der Berstscheibenfertigung.  Nach der Besichtigung des Firmensitzes zeigten sich der Minister und die Delegation beeindruckt von dem Sauerländer Spezialisten für Sicherheit. Am Standort Brilon investiert REMBE® insgesamt rund 2 Millionen Euro in neue Fertigungsverfahren und Lagersysteme sowie Software. Bauliche Erweiterungsmassnahmen, die dem Wachstum des Unternehmens Rechnung tragen, sind ebenfalls geplant.

REMBE® in Feierlaune: Erfolgreicher REX-Abschluss und Jubiläumsfeier

Mehr denn je hat REMBE® also Grund zum Feiern. Und in diesem Jahr war das lang erwartete Sommerfest gleichzeitig die Geburtstagsparty zum 40. Firmenjubiläum. Die Feier bildete wie in jedem Jahr auch diesmal wieder den Abschluss des REX. Vom 4. bis 6. September 2013 trafen sich insgesamt 70 internationale Teilnehmer aus Europa, USA, Asien und Südamerika zum REX, dem vielleicht wichtigsten Termin für alle REMBE®-Sicherheitsexperten, die die Sauerländer Produktpalette rund um Berstscheiben und Explosionsschutz weltweit vertreten. Vorträge zu neuesten technischen Entwicklungen und auf unterschiedliche globale Märkte zugeschnittene Geschäftsstrategien wurden ergänzt durch praxisorientierte „Hands on“-Workshops. Und natürlich geht REMBE® international wieder einmal einen Schritt weiter: „REMBE®s Erfolgsgeschichte ist  beeindruckend“, gratulierte Minister Duin bei seinem Besuch – eine Erfolgsgeschichte, der noch viele Kapitel folgen werden.

"Herzlich Willkommen bei REMBE®" heißt es für 6 neue Auszubildende am 01.08.2013.

REMBE® legt viel Wert auf eine qualifizierte Ausbildung, denn gut ausgebildeter Nachwuchs ist unsere Zukunft.

Diese Verantwortung nehmen wir mit einem gut durchdachten Ausbildungsplan sehr ernst. Neben dem Einsatz in den verschiedenen Abteilungen nehmen die Auszubildenden auch an internen Schulungen und Fachseminaren teil.

Um 8:00 Uhr startete der erste Tag im Arbeitsleben der neuen Auszubildenden. In den nächsten Tagen stehen u.a. die Vorstellung des Unternehmens inklusive Rundgang durch das Gebäude, sowie der Ablauf der Ausbildung und Organisatorisches auf dem Programm.

Wir wünschen allen einen guten Start ins Berufsleben und eine erfolgreiche Ausbildung bei REMBE®.

 

 

 

 

 

 

Zum vierten Mal findet der IND EX Safety Congress statt.

Am 15. + 16. April 2014 ist es wieder soweit – im Greater Fort Lauderdale Broward County Convention Center, Florida | USA findet die Fortsetzung des renommierten IND EX Safety Congress on Industrial Explosion Protection statt. An zwei Tagen werden hochkarätige internationale Referenten neue Erkenntnisse aus dem Bereich Explosionsschutz vorstellen. Ergänzend finden im Rahmen der Veranstaltung Live-Explosionsvorführungen statt, die Information und Entertainment verbinden. Die große Dichte von weltweiten Experten macht diesen Kongress zu einer optimalen Netzwerk-Plattform für jeden, der mit dem Thema Sicherheit von Industrieprozessen zu tun hat.

Der IND EX Safety Congress findet in englischer Sprache statt.
Weitere Informationen mit der Möglichkeit zur Registrierung finden Sie unter www.index-congress.com.

Am 30. April verabschiedete REMBE® Geschäftsführer Stefan Penno seine 3 treuen Raumpflegerinnen Gisela Hillebrand (69), Hannelore Steuber (69) und Marlies Ledebur (70) in den Ruhestand.

 

Bis zum Schluss haben die drei für Sauberkeit und Ordnung in den Büros des Briloner Unternehmens gesorgt.

Am längsten dabei war Gisela Hillebrand: Sie trat der REMBE®-Familie 1983 bei, als gerade das neue Gebäude am Gallbergweg 21 fertig gestellt war. „Damals waren es nur ein paar Fenster und 3 Toiletten – das konnte ich alles noch ganz alleine bewältigen“ erinnert sich die Hoppeckerin. Nach mehreren Jahrzehnten konstanten Wachstums ist das Fensterputzen heute nur noch industriell zu bewältigen und das Reinigen der Büroräume und Sanitäranlagen sind schon lange von einem alleine gar nicht mehr zu schaffen.

Die drei Damen haben ihre Zeit bei REMBE® sehr genossen und bereuen nichts.

Unter tosendem Applaus und mit herzlichen Umarmungen verabschiedeten sich die Kolleginnen und Kollegen von den drei „Originalen“. „Wir werden Euren speziellen Humor echt vermissen“ seufzt Herr Penno hinterher...

Dieses außergewöhnliche Messsystem bietet neben der hohen Genauigkeit, Flexibilität, einfachen Einbindung und Handhabung eine hohe Prozesssicherheit.

Dies wird durch die zum Patent angemeldete, reibungsfreie Messung der Zentripetalkraft garantiert. Das C-LEVER direct erfasst den Produktstrom direkt gravimetrisch am Sensor. Daraus resultiert eine wesentliche Verbesserung des derzeitigen industriellen Standards auf bis zu ± 0,2 % bei einem Turn-Down-Verhältnis von 20:1 auf den Messbereich.

Die Messung wird nicht durch die zahlreichen im Prozess auftretenden Variablen beeinflusst. Durch den extrem steil angestellten Rutschensensor haftet das Produkt nicht an. Somit scheidet eine Nullpunkt-Verschiebung als Fehlerquelle aus. Aufwändige Pneumatikabreinigungen gehören der Vergangenheit an.

 

 

Am 17.04.2013 machte sich das REMBE® Team (Miriam Schmidt, Till Möhle und Ana Juric) auf den Weg zur Top Nachwuchs Messe, die in diesem Jahr in Medebach stattfand.

Es war das Ziel, jungen und motivierten Menschen das Unternehmen vorzustellen und für einen Arbeitsplatz im Bereich „Explosionsschutz und Prozesssicherheit in der Industrie“ zu interessieren.

Zahlreiche Schüler tummelten sich zwischen den Ständen und informierten sich über mögliche Ausbildungsstellen und duale Studienplätze.

Die Aufgabe des Messeteams war klar:

Keine Frage unbeantwortet zu lassen!

REMBE® überzeugte mit einem gut ausgestattetem Stand und weckte somit das Interesse vieler Besucher. Das Radio Sauerland war auch an diesen Tag präsent und interviewte u.a. auch das REMBE® Team zu Motivation, Erwartung und Fazit für die Teilnahme an dieser Messe zur Nachwuchsförderung. 

Nach einem turbulentem Messetag in Medebach blickt das Messeteam  auf einen Tag zurück, der sich für REMBE® wirklich gelohnt hat!

„Stäbchen rein, Spender sein“

Brilon. Mit einer betrieblichen Typisierungs-Aktion unterstützt das Briloner Familienunternehmen REMBE® die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) bei ihrem Kampf gegen Blutkrebs. Jeder REMBE®-Mitarbeiter konnte sich am 25.02.2013 auf Unternehmenskosten während der Arbeitszeit als Spender registrieren lassen.


„Die DKMS fragte bei mir an, ob mein Arbeitgeber REMBE® eine betriebliche Typisierung unterstützen würde,“ erklärt Markus Schulz. Der REMBE®-Mitarbeiter, der als Spender registriert ist, hatte im Mai 2012 selbst Stammzellen gespendet. „REMBE® habe keine Sekunde gezögert und zudem noch die gesamten Kosten für die Typisierung – insgesamt 2350 € – übernommen“, so Herr Schulz weiter.


„Mund auf gegen Blutkrebs“ ist ganz einfach


Ganz im Sinne der DKMS, die mit ihrer Aktion „Mund auf gegen Blutkrebs“ vor allem junge Menschen mobilisieren möchte, haben zwei Auszubildende bei REMBE®, Sermin Gülgönül und Anja Frigger, die Typisierungsaktion organisiert. Bei einer Typisierung werden die Gewebemerkmale von potenziellen Spendern bestimmt und weltweit mit denen von Leukämie-Patienten verglichen. „Die Registrierung ist laut Sermin Gülgönül ganz einfach: „Mund auf, Wattestäbchen rein – (fast) fertig!“


Stammzellenspender in der DKMS


Die DKMS wurde vor über 20 Jahren gegründet, um Stammzellspender für Blutkrebspatienten zu finden. Seither haben 34.326 DKMS-Spender Patienten auf der ganzen Welt Hoffnung auf eine zweite Lebenschance gegeben. Pro Jahr erkranken allein in Deutschland ca. 11.000 Menschen an Blutkrebs. Alle 45 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose „Leukämie“. Derzeit sind knapp 3 Millionen Stammzellenspender bei der DKMS registriert. Um in die DKMS aufgenommen werden zu können, muss man 18 bis 55 Jahre alt und gesund sein, der Body-Mass-Index darf nicht höher als 40 sein.

Außergewöhnlich gut: Über 90% bei REMBE® als Spender registriert


Mit der betrieblichen Typisierung hat REMBE® einen wichtigen Beitrag zum Kampf der DKMS gegen Blutkrebs geleistet. Mitorganisatorin Anja Frigger fasst den Erfolg der Aktion zusammen: „Insgesamt kommen wir jetzt auf eine Quote von über 90% Registrierungen bei REMBE®. Das ist außergewöhnlich gut!“  Außergewöhnlich gut ist ebenfalls, wenn ein Unternehmen wie REMBE®, das vor kurzem in die IHK-Liste der Weltmarktführer aufgenommen wurde, auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird – und den Mund aufmacht gegen Blutkrebs.

 

 

Briloner Unternehmen ist Weltmarktführer

Brilon/Arnsberg. Das Briloner Unternehmen REMBE® hat es in die aktuelle IHK-Broschüre „Weltmarktführer und Bestleistungen der Industrie in Südwestfalen“ geschafft. Seit seiner Gründung im Jahr 1973 ist das Familienunternehmen zum Weltmarktführer aufgestiegen.


Zu den Weltmarktführern zählen weltweit 2743 Unternehmen, von denen 1307 in Deutschland ansässig sind und 330 in NRW. Eines davon ist REMBE® aus Brilon. Die entscheidenden Kriterien, um in diese Bestenliste aufgenommen zu werden, sind unbestechlich – und REMBE® erfüllt sie alle: REMBE® Berstscheiben werden international nachgefragt und zahlreiche Entwicklungen des inhabergeführten Unternehmens sind patentiert. IHK-Präsident Ralf Kersting verweist auf Weltmarktführer-Eigenschaften wie Kundennähe, Flexibilität und Innovationskraft, die im inhabergeführten Mittelstand üblich seien. Er betont aber besonders die Wertschätzung der Mitarbeiter in einem Unternehmen, das bereit ist sei, „Krisen mit den Beschäftigten zusammen durchzustehen.“


Höchste Zeit für das Erzählen von regionalen Erfolgsgeschichten


REMBE® hat bewiesen, dass es all diese Kriterien erfüllt und den Faktor „Mitarbeiterzufriedenheit“ damals wie heute als Teil des eigenen Aufstiegs sieht. Für die Region ist REMBE® ein beispielhafter Arbeitgeber, der statt die Produktion auszulagern, weiterhin auf hiesige Fertigung – und hiesige Qualität – setzt. Dank weltweiter Erfolge lenkt REMBE® zugleich Aufmerksamkeit von außen auf Brilon und das Sauerland, wie zuletzt wieder bei der internationalen REX-Tagung am Gallbergweg mit Gästen aus Europa und Übersee. So profitiert nicht zuletzt auch die Tourismuswirtschaft der Region vom Weltmarktführer REMBE®. Laut IHK-Präsident Kersting ist es höchste Zeit für das „Erzählen von Erfolgsgeschichten“. Eine diese Erfolgsgeschichten, die in Brilon begann und mittlerweile in der ganzen Welt fortgesetzt wird, ist die von REMBE®. Anfang der 1970er gründete Bernhard Penno die Firma als Vertriebsbüro für Berstscheiben, damals mit einer Handvoll Mitarbeiter. Heute ist Sohn Stefan Penno der Geschäftsführer. Und REMBE®, mit über 110 Beschäftigten, ist mittlerweile Weltmarktführer für flammenlosen Explosionsdruckentlastung Dabei bleibt alles ganz sicher „Made in Brilon“.