Explosionsschutz für Förderer

Die Artenvielfalt von Förderern lässt kein Standard-Schutzkonzept zu. 

Verschiedene Maßnahmen dienen der Vermeidung von Explosionen, ohne Schutzeinrichtungen zu installieren:

  • begrenzte Fördergeschwindigkeiten,
  • geeignete Materialpaarungen
  • sicherheitsgerechte Auslegungen

So reduziert sich die Zündgefahr durch die Förderer selbst.

Offene, uneingehauste Bandförderer gelten als am wenigsten kritisch, da das geförderte Material in der Regel nicht aufgewirbelt wird und keinen direkten Kontakt zu heißen Oberflächen hat. 

Anders bei Trogketten- und  Schneckenförderern: Je nach Feinheit, Feuchte und Staubungsneigung des Materials, dem Förderprinzip und der Fördergeschwindigkeit sowie der angeschlossenen Anlagenteile kann, in Abhängigkeit der Zoneneinteilung und der Zündgefahrenbewertung, konstruktiver Explosionsschutz notwendig werden.

Als Mindestschutz muss gelten, dass sich  Explosionen, die in angrenzenden Anlagenteilen entstehen, nicht über Förderer weiter ausbreiten dürfen. Standardmäßig werden dafür ATEX-geprüfte Löschmittelsperren, Quenchventile oder Rückschlagklappen eingesetzt.

Rohrschnecken können, unter fachmännischer Anleitung, auch selbst zu einer entkoppelnden Schutzeinrichtung umfunktioniert werden. Hierzu werden eine bestimmte Anzahl an Wendel der Schnecke entnommen. Die Machbarkeit dieser Maßnahme hängt insbesondere von der Fließfähigkeit des Materials und der Einbaulage der Schnecke ab und führt im Idealfall dazu, dass das geförderte Produkt in diesem Bereich den gesamten Rohrquerschnitt ausfüllt und so einen Produktstopfen bildet. Dieser füllt sich im Normalbetrieb automatisch nach und fungiert im Falle einer Explosion als Entkopplungsorgan, da es ein Ausbreiten der Explosion in weitere Anlagenteile verhindert.

Anders ist das bei Trogschnecken: hier führen in der Regel der offene, produktungefüllte Querschnitt und nicht zuletzt die Festigkeitsanforderungen dazu, dass Löschmittelsperren nötig sind. Angesteuert werden diese durch Druck- oder Infrarotmelder, die eine entstehende Explosion oder Flammen erkennen und die Löschmittelflasche auslösen. Das dann innerhalb weniger Millisekunden ausgebrachte Löschmittel stoppt und kühlt die Flamme. Gerade im Außenbereich kann es demgegenüber jedoch oftmals durchaus geschickter und kostengünstiger sein, geprüfte Druckentlastungen anzubringen. 

Sie setzen folgende Förderer in Ihrer Produktion ein und benötigen kompetente Beratung in Sachen Explosionsschutz?

  • Trogkettenförderer
  • Schneckenförderer
  • Bandförderer
  • Gurtförderer
  • Rohrkettenförderer

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern.

Das Gesamtbild zählt:

Der Schutz einzelner Anlagenteile ist nur so gut wie der Schutz der gesamten Anlage. Achten Sie vor allem auf ausreichende Entkopplungseinrichtungen und darauf, sich vor „Overengineering“ zu schützen. Nur wenn die gesamte Anlage betrachtet und die einzelnen Schutzmaßnahmen aufeinander abgestimmt sind, ist Ihr Explosionsschutzkonzept sicher UND wirtschaftlich.

Wir bieten Ihnen deshalb ganzheitliche Schutzkonzepte und beraten Sie vor Ort, wie Sie auch mit organisatorischen Maßnahmen u.ä.  für mehr Sicherheit sorgen.