Neues von REMBE®

Qualität und Qualitätsmanagement werden bei REMBE® groß geschrieben. Das zeigt auch die neueste Zertifizierung nach ISO/TS 29001.

Diese Norm ist auf die besonderen Bedürfnisse der Öl- und Gasindustrie ausgerichtet. Sie stellt strenge Anforderungen an das Qualitätsmanagement und die Dokumentation von Zulieferern der Branche.

Die Zertifizierung von REMBE® ist ein weiterer, unabhängiger Beweis für die Qualität der Produkte und der Prozesse des Unternehmens. „Die Öl- und Gasindustrie ist ein weltweit ein bedeutender Wirtschaftszweig mit besonders hohen Ansprüchen hinsichtlich der Qualität der eingesetzten Sicherheitskomponenten. Es freut uns sehr, dass wir nun auch für diese Branche eine Qualitätszertifizierung vorweisen können.“ sagt Stefan Penno, Geschäftsführer von REMBE®.

Zukünftig soll der Kundenstamm im Bereich Öl und Gas noch weiter ausgebaut werden. Die Geschäftsleitung ist sich sicher, dass die durchgeführte Zertifizierung ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist.

Vier Wochen haben die namibischen Studentinnen Ana und Kustaa in Brilon und bei REMBE® verbracht. Kurz vor Ihrer Abreise wurden Sie zu Ihrer Zeit in Deutschland befragt. Ein Gespräch mit interessanten Antworten und überraschenden Erkenntnissen.

So ihr Beiden, eure letzten Tage in Deutschland. Freut ihr euch auf zu Hause?

Ana: Ja, sehr! Wir haben unsere Familien sehr vermisst und freuen uns darauf, alle wieder zu sehen.

 

Konntet ihr euren Aufenthalt in Deutschland trotzdem genießen?

Kustaa: Auf jeden Fall! Wir hatten eine wirklich tolle Zeit hier. Und alles war ganz anders als erwartet.

 

Was meinst du damit?

Kustaa: Naja, bevor wir nach Brilon kamen, waren wir ein bisschen enttäuscht, weil nicht in einer großen Stadt wohnen würden. Aber Brilon war perfekt und die Leute auch viel netter als in den Großstädten, die wir an zwei Wochenenden besucht haben.

(Die beiden Mädchen haben je ein Wochenende in Köln und Berlin verbracht)

 

Was hat Brilon für euch so besonders gemacht?

Kustaa: Vor allem die Leute, wie gesagt, alle waren sehr, sehr freundlich und aufgeschlossen. Und die Natur ist einfach der Wahnsinn, das haben wir in Namibia ja nicht. Besonders der Wald hier – absolut spitze! Das werden wir vermissen!

 

Gibt es noch etwas, das euch fehlen wird?

Ana: Das Essen! Die Deutschen essen scheinbar genauso gern Fleisch wie wir – nur anders zubereitet und mit anderen Beilagen. Aber alles sehr lecker! Und die Erdbeeren auch! Wir konnten gar nicht mehr aufhören, Erdbeeren zu essen.

 

Wenn ihr euch vor allem an die ersten Tage in Deutschland erinnert, was hat euch besonders überrascht?

Kustaa: Dass es so viele Raucher gibt!

Ana: Das Wetter! Wir dachten, es wäre Sommer, aber Sommer hier ist etwas ganz anderes als Sommer bei uns. Wir mussten uns wärmere Kleidung kaufen. Und der Sonnenuntergang hat uns verwirrt. In Namibia geht jeden Tag, Sommer und Winter, die Sonne gegen 18 Uhr unter. Und hier ist es im Sommer sehr lange hell, das fand ich komisch am Anfang.

 

Bestimmt hattet ihr in Namibia schon einiges darüber gehört, wie die Deutschen so sind. Wollt ihr erzählen, was ihr gehört habt?

Ana: Das ist ein bisschen peinlich… Wir haben gehört, dass Deutsche sehr unhöflich sind, viel Bier trinken und sehr viel Schweinefleisch essen. Aber das stimmt nicht.

Kustaa: Naja, das mit dem Fleisch schon ein bisschen (lacht).

Ana: Stimmt. Aber wir wurden wirklich extrem herzlich empfangen. Vor allem die Leute bei REMBE® haben sich sehr um uns gekümmert. Alleine hätten wir das nicht geschafft. Danke REMBE®! Danke Brilon!

 

Danke euch für das unterhaltsame und ehrliche Interview! Wir wünschen euch alles Gute, eine angenehme Heimreise und viel Erfolg auf eurem weiteren Lebensweg.

 

Der Flug der beiden 22-Jährigen von Frankfurt am Main nach Windhuk/Namibia wurde kurzfristig storniert. Mit fast 24 Stunden Verspätung sind sie dann aber doch gut zu Hause angekommen.

Für zwei Studentinnen der University of Namibia geht ein Traum in Erfüllung: 4 Wochen Praktikum in Deutschland

Das Briloner Unternehmen REMBE® lädt Ana und Kustaa aus Windhuk ein, einen Monat erste Berufserfahrungen in Deutschland zu sammeln. Da beide Deutsch als Nebenfach belegten, ist die Sprachbarriere relativ gering. Sehr groß sind allerdings die kulturellen Unterschiede zwischen Namibia und Deutschland, darauf wurden die Mädchen im Vorfeld in Windhuk behutsam vorbereitet Die REMBE®-Mitarbeiter werden zudem gemeinsam dafür sorgen, dass sich die Gäste aus Namibia in Brilon wohl fühlen.

Der Deutschlandaufenthalt der Mädchen begann unter anderem mit einem Besuch beim Briloner Bürgermeister, der die Beiden herzlich in seiner Stadt willkommen hieß. In den nächsten Wochen bekommen die beiden Studentinnen einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen des mittelständischen Unternehmens und dürfen sich außerdem auf ein buntes Freizeitprogramm an den Wochenenden freuen.

Das Praktikantenprogramm mit Namibia ist einerseits als zielgerichtetes soziales Engagement konzipiert, zugleich fördert REMBE® so den internationalen Austausch. REMBE® gibt namibischen Nachwuchskräften die Möglichkeit, erste Erfahrungen in einem deutschen Unternehmen zu sammeln. „Mit diesem Programm zeigen wir von REMBE®, wie man sich aktiv engagiert und Nachwuchskräfte auch international fördert.“ erklärt Annette Häger, stellvertretenden Geschäftsleitung von REMBE®.

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Namibia, Onno Hückmann, begrüßt diese Initiative von REMBE® und betonte im Gespräch mit Annette Häger, welch enorme Bedeutung gerade der Mittelstand für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands habe. Dass REMBE® als Vorreiter nun das erste Programm dieser Art in Namibia ins Leben rufe, freue ihn ganz besonders: „Wir brauchen gut ausgebildeten Nachwuchs hier in Namibia, wo trotz starken Wirtschaftswachstums immer noch eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht.

REMBE® unterstützt die lokale Freiwillige Feuerwehr mit einem Übungsabend zum Thema Explosionsschutz

Die Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Brilon sind als aktive Brandbekämpfer im Einsatz oftmals den Gefahren von (Staub-)Explosionen ausgesetzt. REMBE®, mit über 40 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet des Staubexplosionsschutz, hat deshalb den Löschzug Brilon zu einem Übungsabend mit praxisnahen Explosionsvorführungen eingeladen.

Die hohe Fachkompetenz der gut ausgebildeten Feuerwehrleute konnte durch die sehr lebendigen Demonstrationen hinsichtlich des Explosionsschutzes ausgeweitet werden. Eindeutige Hinweise zur richtigen Brandbekämpfung z.B. an einem Filtergerät konnten unter realistischen Bedingungen vermittelt werden. Sinn und Zweck von Berstscheiben, flammenloser Druckentlastung und auch von Explosionsentkopplungsmaßnahmen wurden anhand der Vorführung deutlich.

 

Ziel der Übung war es, die Feuerwehrleute für die Gefahr von Staubexplosionen zu sensibilisieren und eine entsprechend umsichtige Vorgehensweise bei der Brandbekämpfung zu vermitteln.

Löschzugführer Thomas Böddicker lobte im Nachgang die professionelle Vorführung und das Fachwissen zum Brand- und Explosionsschutz bei der REMBE® GmbH Safety & Control. Weitergehende Kooperationen und Hilfestellungen auf diesen Fachgebieten wurde vereinbart.

Brilon, 19. Februar 2014. Mit sieben Auslandsvertretungen und über 150 Mitarbeitern weltweit ist REMBE® der Weltmarktführer für die flammlosen Explosions-druckentlastung sowie der Spezialist für Prozesssicherheit und industrielle Messtechnik. Zweimal jährlich kommen die REMBE® Mitarbeiter der internationalen Niederlassungen zum REX (REMBE® EXchange of Visions and Ideas) in Brilon zusammen.

Vom 13. bis 14. 02.2014 wurden die Mitarbeiter über die neuesten technischen  Innovationen informiert. „Besonders wichtig ist es uns, dass auch unsere Mitarbeiter, die nicht immer vor Ort sind, regelmäßig auf den neuesten Stand der Technik geschult werden“,  so Stefan Penno, Geschäftsführer der REMBE® GMBH SAFETY+CONTROL. Nicht nur auf einen persönlichen Austausch von Erfahrungen, sondern auch auf die Vermittlung von Fachwissen durch externe, in Fachkreisen anerkannte Experten legt das Unternehmen großen Wert. So referierte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schmidt vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Experte für die Sicherheit in Chemieanlagen. Er äußerte sich intensiv zum Thema „Risikomanagement“ und verdeutlichte die Notwendigkeit von intelligenten Absicherungskonzepten. „Sicherheit findet nicht nur auf dem Papier statt, sondern ist auch eine ethische Haltung aller Betreiber. Deshalb brauchen Industrieanlagen vermehrt den besten und innovativsten Schutz vor Druck und Explosion“, erklärt Schmidt weiter. Täglich passieren Störfälle in Industrieanlagen, die Menschenleben gefährden. Die Kooperation KIT - REMBE® fördert den regen Austausch mit Studenten und Professoren im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an neuen REMBE® Produkten.

Auch Dipl.-Ing. Richard Siwek, Geschäftsführer der FireEx Consultant GmbH,  zeigte die potentiellen Gefahrenquellen für Staubexplosionen in Betriebsanlagen auf und informierte die Teilnehmer über Möglichkeiten in der Gefahrenanalyse und zu Neuerungen der relevanten Regelwerke. „Der Produktionsprozess muss ständig unter einer fortlaufenden Risikobewertung stehen, damit die Anlage vor unkontrollierten Explosionen sicher geschützt ist“, appellierte Dipl.-Ing. Richard Siwek an die Teilnehmer.

REMBE® liebt es süß!

Ergänzend zu diesen Vorträgen wurden Anwendungsbeispiele aus der Praxis vorgestellt. Francesco Petruzzelli, REMBE® Mitarbeiter aus Italien, zeigte beispielsweise auf, wie er einem Süßwarenhersteller ein ganzheitliches REMBE® Schutzkonzept anbieten konnte. Somit wurden nicht nur die Produktionsprozesse hinsichtlich Staubexplosionen optimal abgesichert, sondern auch die Verladung der LKW. Denn bei der Verladung kann es zu gefährlichen, elektrostatischen Reaktionen kommen, die aber Dank des Briloner Partnerunternehmens KERSTING GMBH SAMPLING+GROUNDING mit Erdungssystemen einfach und sicher vermieden werden.

Die FPAL, eine Gemeinschaft der Öl & Gas Industrie, erleichtert Entscheidern und Einkäufern der Branche die Lieferantenauswahl.

Sämtliche gelisteten Lieferanten durchliefen ein strenges Audit, ausgerichtet an den branchenspezifischen Standards.  REMBE® hat den anspruchsvollen Zertifizierungsprozess erfolgreich gemeistert und ist nun offiziell Mitglied der FPAL.

Mehr Informationen unter: http://www.achilles.com/en/find-your-achilles-community?id=409

 

Intelligenter Explosionsschutz muss nicht zwangsläufig teuer oder kompliziert sein. Neue Ansätze und eine innovative Technologie ermöglichen es, Druckwellen und Flammenstrahlen kontrolliert von explosionsgefährdeten Bereichen abzulenken. So werden auf eine effektive Art und Weise Mensch und Maschine vor verheerenden Schäden geschützt. von Dipl.-Ing. Roland Bunse, Till Möhle

Zuerst einmal ist eine Explosion nichts anderes als das rapide Abbrennen eines Stoffes innerhalb weniger Millisekun­den. Besonders gefährlich dabei sind die dadurch freigesetzten Reaktionskräfte, die sich in Form von Flammenstrahlen und Druck­wellen in der Umgebung ausbreiten. Der Vorgang geschieht in einer sehr hohen Geschwindigkeit. Kontrolliertes Handeln im Falle einer Explosion ist somit so gut wie un­möglich, anders als bei einem vergleichswei­se langsam verlaufenden Brandereignis. In diesem Fall lässt sich durch schnelles und richtiges Eingreifen oft Schlimmeres verhin­dern. Betrachtet man die Grundlagen des Explo­sionsschutzes, so müssen lediglich drei Vorrausetzungen erfüllt sein, damit es zu einer Staubexplosion kommt:

- Zum einen wird ein brennbares Medium Staubform benötigt, das zu einer Wolke aufgewirbelt wird

- Zum anderen muss Sauerstoff vorhanden sein, um zusammen mit dem Staub eine explosionsfähige Atmosphäre bilden zu können;

- Abschließend genügt eine kleine Zündquel­le, um das Staub-Luftgemisch zu entzün­den. So kann ein für seine Umgebung ext­rem gefährlicher Feuerball entstehen.

Staubexplosionen verhindern

Es gibt verschiedene Ansätze, um Staubex­plosionen zu verhindern. Diese zielen allesamt darauf ab, einen der drei oben genannten Faktoren zu reduzieren, um die Wahrschein­lichkeit einer staubfähigen Atmosphäre bzw. einer Staubexplosion zu verringern. Beispiele für diese vorbeugenden Maßnahmen sind die Inertisierung von Anlagen und das Vermeiden von wirksamen Zündquellen. Aber auch re­gelmäßige Wartung von Anlagen und Ma­schinen und das Sauberhalten von Oberflä­chen verringern das Risiko einer Staubexplo­sion.

In der Praxis gibt es jedoch zahlreiche An­wendungen, bei denen einer der drei Faktoren nicht, oder nicht im notwendigen Umfang reduzierbar ist. Das Risiko einer Explosion kann selbst nach der Durchführung aller mög­lichen Sicherheitsmaßnahmen nicht absolut ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, Vorkehrungen zu treffen, die im Falle einer Explosion die Auswirkungen auf ein tolerierbares Niveau senken. Diese Vorkehrungen lassen sich unter dem Oberbe­griff „konstruktiver Explosionsschutz" zusam­menfassen.

Unterschiedliche Möglichkeiten

Konstruktiver Explosionsschutz lässt sich auf verschiedene Arten realisieren. Die gän­gigsten Methoden sind nachfolgend aufge­führt:

- Explosionsfeste Bauweise: Bei einer solchen Ausführung muss eine Einrichtung so stabil gebaut werden, dasssie mindestens 10 bar Überdruck standhält.

- Explosionsunterdrückung: Im Falle einer Explosion wird diese in kürzester Zeit de-tektiert. Darauf hin wird ein Löschmittel gezielt ausgeblasen und so die Flammen erstickt. Somit wird die Staubexplosion un­terdrückt.

- Explosionsdruckentlastung: Berstscheiben leiten die bei einer Staubexplosion entste­henden Druckwellen und Flammenstrahlen sicher in die Umgebung ab. Die Berstschei­be wird gemäß der im Betrieb herrschenden Prozessbedingungen ausgelegt und gefer­tigt. Bei einem möglichst niedrigen, spezi­fizierten Druck öffnet die Berstscheibe und gibt ihren Querschnitt, die so genannte Entlastungsfläche, frei. Diese Entlastungs­fläche muss dabei so dimensioniert wer­den, dass eine mögliche Explosion sicher entweichen kann.

- Flammenlose Druckentlastung: Sofern An­lagen oder Komponenten im Inneren von Gebäuden oder in Bereichen stehen, in denen eine freie Druckentlastung und die damit verbundenen Auswirkungen Schä­den verursachen würden, setzt man die flammenlose Druckentlastung ein. Hierbei werden die Druckwellen und Flammen­strahlen von einer über der Berstscheibe angebrachten Flammenfalle zurückgehal­ten, sodass keine Gefährdung der umlie­genden Bereiche besteht, c

- Explosionstechnische Entkopplung: Die Anlagenkomponenten werden im Fall einer Explosion voneinander und vom übrigen Prozess entkoppelt; z.B. durch Rückschlag­klappen. Es wird sichergestellt, dass sich die Flamme durch die Explosion nicht in vor- bzw. nachgeschaltete Einrichtungen überträgt. Der dort befindliche Staub wür­de sich sonst entzünden und so eine Se­kundärexplosion auslösen.

Für die konstruktiven Maßnahmen des Ex­plosionsschutzes ist es unerlässlich, die Rand­parameter und Prozessbedingungen mög­lichst genau zu kennen. So ist es z.B. für die Berechnung der erforderlichen Entlastungs­flächen notwendig, Daten bezüglich der zu schützenden Anlagen und genaue Kennzah­len zu dem vorhandenen Material zu berück­sichtigen.

Intelligente Druckentlastung

Eine freie Druckentlastung darf aufgrund der Druckwelle und des Flammenstrahls nur in freie, gesicherte Bereiche gelenkt werden. Innerbetriebliche Verkehrswege, enge Bebau­ungen oder gar öffentliche Straßen stellen immer wieder eine Problematik bei der Pla­nung und Umsetzung solcher Schutzkonzepte dar. Betreibern bleibt oftmals nichts anderes übrig, als sehr große Gefahrenbereiche mit Sicherheitsabständen um die Installation zur Druckentlastung zu bestimmen. Dieser zusätz­liche Aufwand bedeutet für den Betreiber erhöhte Betriebskosten. Auch lassen sich die als Sicherheitsbereiche gekennzeichneten Areale nicht mehr betrieblich nutzen, da ein Betreten äußerst gefährlich und nicht zulässig ist. Gerade bei Verkehrswegen, die innerbe­trieblich und auch öffentlich genutzt werden, ist eine freie Druckentlastung daher nicht realisierbar. Flammenlose Druckenlastung oder Explosionsunterdrückung sind ideale Schutzkonzepte, um die Auswirkungen einer Explosion so gering wie möglich zu halten. Für manche Anlagenbetreiber ist allerdings auch eine kontrollierte Druckentlastung eine praktikable Alternative.

Problematische Normauslegung

Die Ablenkung der Flammen und Druckwel­len in unkritische Bereiche wird u.a. in der Norm EN 14491 adressiert. Dort wird im An­hang E der Einsatz von so genannten Deflek-tor-Platten genannt. Diese werden so angebracht, dass die Auswirkungen der Explosion in einem Winkel von 45° bis etwa 60° abge­lenkt werden.

Die Norm verschweigt jedoch, dass die Deflektorplatten wegen enormer Rückstoßkräfte mit erheblichem Aufwand gebaut und befestigt werden müssen. Diese Kräfte liegen für einen 20 m3 Behälter in der Größenord­nung von 50 kN (5 to) mit einem Impuls von 25 kNs. Ferner stellen diese Elemente wäh­rend des Normalbetriebes ein massives Hin­dernis dar und beanspruchen wertvolle Be­triebsfläche.

Neue Art der Druckentlastung

Vor diesem Hintergrund hat das Briloner Un­ternehmen Rembe eine neue Art der Druck­entlastung entwickelt. Targo-Vent ist ein speziell für Berstscheiben entwickelter Öff­nungswinkelbegrenzer, der die Druckentlas­tung in definierte Bereiche lenkt.

Das Targo-Vent federt die Berstscheibe dy­namisch, progressiv ab und ist so in der Lage, selbst große kinetische Kräfte elastisch auf­zunehmen. Das Dämpfungselement absor­biert die enormen Rückstoßkräfte der Explo­sionsenergie und lenkt die Explosionsflam­men in die gewünschte Richtung. Je nach Anwendungsbedingungen wird die Flamme in einem definierten Winkel von etwa 30° bis 45° nach oben abgeleitet. So werden die Druckwelle und die Flammenstrahlen in un­kritische Bereiche umgelenkt. Dies wiederum erlaubt es dem Betreiber, die Sicherheitsbe­reiche um seine Entlastungsöffnungen zu minimieren und garantiert eine sichere Be­nutzung der Verkehrswege. Ein weiterer Vor­teil in der täglichen Praxis: Während des Normalbetriebes ist Targo-Vent platzsparend auf der Berstscheibe montiert. Es werden kei­ne aufwändigen Fundamente oder Verstär­kungen benötigt. Das System selbst ist aus wartungsfreien Edelstahlmaterialien gefertigt und verursacht keine weiteren laufenden Kos­ten.

Einfache Nachrüstung

Targo-Vent wird in allen gängigen Berstschei­benabmessungen gefertigt, sodass auch eine Nachrüstung in bestehenden Anlagen prob­lemlos realisiert werden kann. Das System ist in Kombination mit Rembe Berstscheiben und Druckenlastungspanelen gemäß der Atex-Richtlinie 94/9/EC (Atex 114) baumuster-geprüft und zugelassen (FSA 13 Atex 1637). Targo-Vent eignet sich dadurch sowohl als Erstausrüstung für neue Berstscheiben als auch als Nachrüstkomponente für bereits be­stehende Installationen. Der Anwender erhält einen intelligenten Explosionsschutz, der we­der mit hohen Kosten, noch mit einem kom­plizierten Einbau verbunden ist. Druckwellen und Flammenstrahlen, die bei einer Staubex­plosion entstehen, werden in die richtigen Wege gelenkt, um Mensch und Maschine vor verheerenden Schäden zu schützen.

weiter zum TARGO-VENT

EX-Schutz-Forum 2013 in Würzburg – REMBE® stellt das Q-Rohr®-3-6T vor, die innovative flammenlose Druckenlastung für Metallstäube

Welche Vorteile bietet die neue Einteilung von EX-Zonen? Welche Auswirkungen hat der technologische Wandel auf den EX-Schutz und welche Lösungen sind verfügbar? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich das 1. Ex-Schutz-Forum, das am 13.11.2013 auf der Festung Marienberg in Würzburg stattfand. REMBE® präsentierte in diesem Rahmen die weltweite Neuheit Q-Rohr®-3-6T, die flammenlose Druckentlastung für Metallstäube.

Weitere Infos zum Q-Rohr® 3

 

Bildquelle: PROCESS

 

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